Bergische Universität Wuppertal
Forschungsbericht 2003 - 2005


 
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Fachbereich F - Architektur, Design, Kunst
Architektur

Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum

Prof. Ursula Wevers, Barbara Hess, Dr. Ulrike Groos

Das Forschungsvorhaben umfasst die Aufarbeitung der Geschichte der Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum von 1968 bis 1973. Prof. Ursula Wevers war massgeblich an der Konzeption und filmischen Realisierung der Produktionen der Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum beteiligt. Grundlage des Projektes ist die Aufbereitung des Archivs „Gerry Schum und Ursula Wevers, Köln“.

Die Werkschau „Ready to shoot“ ist die erste vollständige Retrospektive eines der bedeutendsten künstlerischen Projekte der späten sechziger und frühen siebziger Jahre. Denn es zielte mindestens in drei Richtungen auf radikale Innovationen ab: erstens auf die Erweiterung der Kunst ins Filmische als Einheit von Medium und Werk, zweitens auf die Veränderung des traditionellen Galerie-Begriffs hin zu einer Agentur, die die Künstlerinteressen vertrat und drittens auf eine Neudefinition des Fernsehens als künstlerisches Medium mit einem Massenpublikum. Die Einzigartigkeit der Fernsehgalerie und ihrer Produktionen im Kontext der damals neuen, häufig zeitbasierten oder entmaterialisierten Kunstrichtungen (wie Konzept- und Prozesskunst, Land Art, Body Art, Arte Povera) beruhte darauf, nicht das Medium Fernsehen in die Sphäre der Hochkunst zu transferieren, sondern umgekehrt Filme als Kunstwerke – von damals noch wenig bekannten Künstlern – im öffentlichen medialen Raum des Fernsehens via Fernsehgalerie zu vermitteln: An die Stelle des privaten Kunstbesitzes sollte – so die Vorstellung von Schum und Wevers – zunehmend die Kommunikation mit einem grösseren Publikum treten.

Die umfangreiche Publikation zur Ausstellung „Ready to shoot“ enthält zahlreiche Abbildungen, wissenschaftliche Essays, Statements von Zeitzeugen, ein vollständiges Werkverzeichnis, eine Bibliographie sowie einen umfangreichen dokumentarischen Teil, in dem Reprints wichtiger Texte und Interviews sowie bislang unveröffentlichtes Quellenmaterial enthalten sind. Damit schliesst die Publikation nicht nur eine Lücke in den bislang vorliegenden Veröffentlichungen zur Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum, sondern auch im aktuellen Diskurs über das Verhältnis von Kunst und Massenmedien sowie in der in jüngster Zeit erneuten Beschäftigung mit konzeptuellen Tendenzen der sechziger und siebziger Jahre.

Laufzeit:  2003 bis 2005

Ausstellungsstationen:

  • Kunsthalle Düsseldorf, 13.12.03 – 14.3.04

  • Casino Luxembourg, 27.3. – 6.6.2004   

  • Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto, 23.7. – 3.10.2004

  • Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, 23.10. – 28.11.2004

  • Norwich Gallery, Norwich School of Art and Design, 12.1. – 26.2.2005

  • Centro Andaluz de Arte Contemporáneo, Sevilla, 6. April – Juni 2005

Drittmittelgeber: Die Realisierung des Projektes wurde finanziert  durch die Kunststiftung NRW, der Kunst- und Kulturstiftung der Stadtsparkasse Düsseldorf, dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW, der Stiftung Kunstfonds und der Kunsthalle Düsseldorf.

Schlagworte: FernsehgalerieGerry Schum/videogalerie schum, Archiv Gerry Schum und Ursula Wevers, Ready to shoot

Veröffentlichung:

  • Ausstellungskatalog: U. Groos, B. Hess, U. Wevers, (Hg.) „ READY TO SHOOT
    Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum“, Snoeck Verlagsgesellschaft mbH, Köln 2003 (engl. Ausgabe 2004)