Forschungsbericht 1997 - 1999

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Forschungsbericht  Fachbereich 13 Fachbereich 13: Elektrotechnik und Informationstechnik

Elektromagnetischer Feldsensor in Zellmembranen

Hansen, Volkert, Prof. Dr.-Ing.; Alaydrus, Mudrik, Dipl.-Ing.; Bitz, Andreas, Dipl.-Ing.; Eibert, Thomas, Dr.-Ing.; Wilczewski, Friedbert, Dr.-Ing., Boheim, Günther, Prof. Dr.; Wienand, Andreas, Dipl.-Biol.; Wrobel, Günther, Dipl.-Biol. (Fakultät für Biologie, Ruhr-Universität Bochum)

An Membranen biologischer Zellen finden zahlreiche elektrophysiologische Prozesse statt, deren Beeinflussung auch durch sehr schwache elektromagnetische Felder prinzipiell möglich erscheint. Entsprechende Experimente an vitalen Zellen, die mit Leistungen im "athermischen" Bereich (d. h. bei hinreichend kleinen Leistungen) durchgeführt wurden, zeigten bisher keine statistisch signifikanten Veränderungen der Transportvorgänge in der Membran. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Eigenschaften biologischer Zellen stark streuen. Die hier durchgeführten Experimente wurden deshalb an künstlichen Lipidmembranen, die sich sehr gut reproduzierbar herstellen lassen, durchgeführt. Dazu wurde eine Expositionsvorrichtung entwickelt, die es gestattet, über der etwa 10 nm dicken Lipidmembran eine relativ hohe HF-Spannung zu erzeugen, ohne dass sich der Elektrolyt durch das HF-Feld messbar erwärmt. Dennoch wird unmittelbar nach Einschalten des HF-Feldes eine deutliche und reproduzierbare Reaktion der Membran beobachtet. Mit Hilfe weiterer systematischer Experimente und theoretischer Untersuchungen wird versucht, Modelle zur Klärung der beobachteten Prozesse zu entwickeln.

Schlagworte: EMVU; Zellmembran; HF-Exposition

Laufzeit: 1997 - laufend

Drittmittelgeber: Forschungsgemeinschaft Funk e.V., Bonn

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Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4