| Forschungsbericht 1997 - 1999 | ||
| Forschungsbericht Fachbereich 11 | Fachbereich 11: Bauingenieurswesen |
Kaldenhoff, Hans, Prof. Dr.-Ing.; Becker, Michael, Dipl.-Ing.; Schlenkhoff, Andreas, Dr.-Ing.
Am Zusammenfluß von Neger und Namenlose wird die Fließrichtung der beiden Flüsse so verändert, daß eine Keilwelle an der Wasseroberfläche auftritt, die bis in den Meßbereich der Pegelanlage hineinreicht. In einem Modell (Maßstab 1:12) wurde eine Verbesserung der örtlichen Situation erarbeitet, um die erforderliche Genauigkeit der Pegelmessungen für wasserwirtschaftliche Maßnahmen sicherzustellen.
Der Umbauvorschlag sieht vor, das Querprofil als ca. 50 cm tiefes Parabelprofil mit anschließenden geraden Seiten (Querneigung 1:10) auszubilden und das Längsgefälle auf 1 zu beschränken, mit entsprechenden Anbindungen an die örtliche Situation durch einen Absturz.
Infolge des kleinen Parabelprofils können noch Abflüsse herunter bis zu Q = 0,02 m³/s gemessen werden. Auch bei größeren Durchflüssen bis ca. 3 m³/s zeigt diese Lösung einen absolut horizontalen Wasserspiegel. Erst bei sehr großen Abflüssen über 7,5 m³/s beginnt die Oberfläche ein wenig zu wellen, wobei die Verteilung der Abflüsse in den beiden Gerinnen eine entscheidende Rolle spielt. Für die Verteilung 50% zu 50% zeigt sich eine Abweichung von der berechneten Kurve erst bei 25 m³/s, dann ist der Absturz hydraulisch auch nicht mehr wirksam. Eine weitere Verbesserung kann mit einer Trennwand erreicht werden. Mit diesen Maßnahmen konnte die Genauigkeit der Abflußbeziehung an der Pegelmeßstelle für alle relevanten Abflüsse auf das erforderliche Maß gesteigert werden.
Schlagworte: Pegel-Neger
Laufzeit: 1995-1996
Drittmittelgeber: Ruhrverband