Forschungsbericht 1997 - 1999

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Forschungsbericht  Fachbereich 11 Fachbereich 11: Bauingenieurswesen

Nutzung von Wellenenergie

Graw, Kai-Uwe, Prof. Dr.-Ing; Kaldenhoff, Hans, Prof. Dr.-Ing.

Die vom Wind erzeugten Wellen stellen ein großes Energiepotential dar, das fortwährend auf die Küsten einwirkt. Meereswellen enthalten sowohl potentielle als auch kinetische Energie, die im Zusammenwirken mit Wind- und Gezeitenenergie zu einer laufenden natürlichen Veränderung der Küsten führt, die bei dichter Besiedlung als nicht mehr hinnehmbar angesehen wird. Für den Küstenschutz wurden deshalb viele verschiedene Strategien entwickelt, wie Deiche, Wellenbrecher, Molen, Sandvorspülungen etc., die alle gleichermaßen eine Energiereflexion oder eine Energiedissipation bewirken, nicht aber eine Umwandlung dieser Energie in eine für den Menschen nutzbare Form. Die bekannten Systeme für die Nutzung der Wellenenergie, die die kinetische und potentielle Energie in Druckänderung und Massenschwingung eines Sekundärfluids wandeln, das seinerseits zur konventionellen Energiekonversion in elektrische Energie verwendet wird, sind zwar funktional hochentwickelt und im Labor untersucht worden, aber aus wirtschaftlicher Sicht bisher nicht in den Großmaßstab umgesetzt worden. Die konstruktive und bauliche Verbindung von Wellenschutzbauwerken und Energiekonversionsanlagen zeigen eine wirtschaftliche Lösung auf und eine erste Pilotanlage ist inzwischen installiert worden. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden wissenschaftliche Analysen und Modell- und Naturmessungen durchgeführt, die in Zusammenarbeit mit dem Ocean Engineering Centre des IIT Madras zur Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb einer entsprechenden Anlage geführt haben.

Schlagworte: Wellenenergie, Wellenkraftwerk

Laufzeit: 1993-1995

Drittmittelgeber: Eigenmittel der BUGHW

Publikationen:

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Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4