| Forschungsbericht 1997 - 1999 | ||
| Forschungsbericht Fachbereich 11 | Fachbereich 11: Bauingenieurswesen |
Graw, Kai-Uwe, Prof. Dr.-Ing.
Eine zur Wellenhöhenreduktion eingesetzte getauchte horizontale starre Platte hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber konventionellen Wellenbrechern vorzuweisen. Im Rahmen diverser Forschungsarbeiten wurde die wellendämpfende Wirkung der getauchten horizontalen Platte untersucht. Das physikalische Verständnis der hydrodynamischen Bedingungen, bei denen unter der Platte - induziert durch die über sie hinweglaufenden Schwerewellen - eine entgegen der Wellenfortschrittsrichtung wirkende pulsierende Strömung entsteht, ist nur in Ansätzen vorhanden. Warum die Strömung auch entstehen kann, wenn große Querschnittsbereiche unter der Platte verschlossen werden, ist ungeklärt. Das Ziel des Forschungsvorhabens war es, das physikalische Phänomen der pulsierenden Strömung unter der Platte zu erforschen. Zum Verständnis aller Bedingungen, die es beeinflussen, ist ein immenser Versuchsaufwand notwendig. Mit den durchgeführten Versuchen konnten weitere Abhängigkeiten aufgezeigt werden, sie waren jedoch noch nicht so genau zu ermitteln, daß bereits eine analytische Beschreibung möglich ist. Die beobachteten Phänomene wurden bisher in der Literatur nirgends beschrieben, so daß hier wissenschaftliches Neuland betreten wurde. Die Wassertiefe sollte nicht variiert werden, da einerseits der Wellenerzeuger hier kaum Variationen zuließ und andererseits auch bisher keine Hinweise darauf vorlagen, daß sie ein für die Beschreibung der physikalischen Vorgänge an der Platte wichtiger Parameter wäre. Zufälligerweise wurde ihre Bedeutung nun gefunden. Sie hat zwar nur einen geringen Einfluß auf die Größe der Transmissionsbeiwerte, jedoch einen großen Einfluß auf die Strömungsausbildung um die Platte und damit auch auf den Verlauf der Ct-Kurve. Es ist damit eine sehr wichtige Erkenntnis für eine mögliche praktische Umsetzung der Konstruktion gefunden worden.
Schlagworte: Seebau, Strömungsmechanik, Wellen
Laufzeit: 16.03.1992-13.06.1994
Drittmittelgeber: DFG
Publikationen: