Forschungsbericht 1997 - 1999

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Forschungsbericht  Fachbereich 03 Fachbereich 03: Erziehungswissenschaften

Sportwissenschaft / Forschungsstelle "Mehr Sicherheit im Schulsport"

Leitung:

Prof. Dr. Horst Hübner

Mitarbeiter:

Anschrift:

BUGH Wuppertal, Fuhlrottstraße 10, 42097 Wuppertal
Telefon: 0202 439 2009 / -2303 / -2011
Fax: 0202 439 3745
email: hhuebner@uni-wuppertal.de
WWW: http://www.uni-wuppertal.de/fb3/sport/sportsoziologie/sportsoz.html

Allgemeiner Überblick:

Den Trägern der öffentlichen Unfallversicherungen werden bundesweit jähr-lich rund 700.000 Schulsportunfälle gemeldet. Derzeit sind im Jahresdurchschnitt 4% aller Schülerinnen und Schüler von einem Sportunfall betroffen - fast die Hälfte aller Unfälle in der Schule sind Sportunfälle.

Abgesehen von den finanziell nicht messbaren persönlichen Folgen für die Betroffenen sind auch die volkswirtschaftlichen Konsequenzen enorm. Die Behandlungskosten, die Entschädigungs- und Rentensummen, die von den Trägern der öffentlichen Unfallversicherung jährlich allein für Schulsportunfälle aufzubringen sind, liegen bundesweit in einer Größenordnung von mehreren 100 Mio. DM.

Der gegenwärtige wissenschaftliche Erkenntnisstand kann bisher nur ansatzweise verlässliche Hinweise für unfallreduzierende Maßnahmen und Präventionsstrategien bieten. Die vorfindbaren Modelle und Theorien, die präferierten Untersuchungsmethoden und die vorhandenen Datenbestände sind nur in geringem Maße in der Lage, Schulsportunfälle hinsichtlich ihrer situativen, ihrer personalen und materiell-organisatorischen Merkmale und Ursachen angemessen abzubilden. "Anleihen" beim Erkenntnisstand der Arbeits- und Verkehrssicherheitsforschung sind nur begrenzt möglich, da bei Schulsportunfällen gravierende Unterschiede bezüglich der jeweils charakteristischen Gefährdungsmomente bestehen.

Die Forschungsstelle hat bisher auf der Basis eines "forschungsstrategischen Mittelwegs" über 5000 Schulsportunfälle im Rahmen von Quer- und Längsschnittstudien untersucht. Die vorliegenden Ergebnisse konnten den Erkenntnisstand auf dem Gebiet der schulsportlichen Unfallforschung deutlich erweitern; sie finden gegenwärtig verstärkt Eingang in landesweit koordinierte Präventionsprogramme.

Forschungsbereiche:

  1. Der erste Bereich umfasst die Entwicklung und Validierung neuer Forschungsinstrumente zur differenzierten Analyse von Schulsportunfällen. So wurden u.a. Methoden zur schriftlichen Nachuntersuchung von Schulsportunfällen und Verfahren zur Abschätzung expositionszeitbezogener Unfallrisiken von Schulsportarten entwickelt.
  2. Im zweiten Forschungsfeld geht es um die Bestimmung unterrichtsinterner, situativer und personaler Unfallfaktoren für die relevanten Schulsportarten und die jeweiligen Schul- und Altersstufen.
  3. Der dritte Bereich widmet sich der Entwicklung und Erprobung geeigneter Lehrmaterialien für die Aus- und Fortbildung von Sportlehrkräften. Zur Zeit werden neue Medien und Arbeitshilfen zur Sicherheitsförderung im Schulsport entwickelt und neuartige sportartbezogene Handreichungen zu den Sportspielen erarbeitet.

Wissenschaftliche Zusammenarbeit:

Dienstleistungs- und Kooperationsangebote:

Publikationen:

Dissertationen:

Diplomarbeiten:

Staatsexamensarbeiten zur empirischen Analyse des schulsportlichen Unfallgeschehens in verschiedenen Schulformen, -stufen und Sportarten wurden vorgelegt von: Jörg Brachmann (1996), Michael Büssing (1996), Kerstin Cramer (1996), Birgit Dammann (1996), Leoni Grimbacher (1996), Anja Heselhaus (1996), Antje Lehneke (1996), Marion Quellenberg (1996, Wolfgang Rölver (1996), Nicola Schlüter (1996), Anja Ley (1997), Michael Pfitzner (1997), Uta Baumgarten (1997), Sandra Berghaus (1998), Christian Urner (1999), Christian Schmahl (2000).

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Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4