| Forschungsbericht 1997 - 1999 | ||
| Forschungsbericht Fachbereich 03 | Fachbereich 03: Erziehungswissenschaften |
Pharmakopsychologische Überprüfung der Extraversionstheorie von Eysenck
Prof. Dr. Boucsein, Dr. Schaefer, Dipl.-Psych. Schneider, Dr. Kuhlmann
Zwei umfangreiche psychophysiologische Studien wurden zur Eysenckschen Extraversionstheorie durchgeführt. In der ersten Studie wurden unterschiedliche Aktivierungszustände induziert, während in einer zweiten Untersuchung Eysencks Drogenpostulat mit Hilfe einer sedierenden Substanz (Triazolam) sowie einer zentral stimulierenden Substanz (Coffein) getestet wurde. Die Untersuchungen wurde im Institut für Klinische Pharmakologie des Forschungszentrums der Bayer AG (Dr. J. Kuhlmann) durchgeführt. Als Leistungsvariablen wurden Leistungsgüte und -geschwindigkeit bei verschiedenen Leistungstests erfaßt, als psychophysiologische Variablen EEG, EDA, EKG und EOG abgeleitet, und die subjektive Einschätzung wurde mit Hilfe der Eigenschaftswörterliste erfaßt. Zwar konnte die Extraversionstheorie im speziellen Eysenckschen Sinne nicht gestützt werden, andererseits wurden jedoch psychophysiologische Unterschiede zwischen Personengruppen, die anhand der Fragebogenskala gebildet wurden, gefunden, so daß das Extraversionskonzept als ein umfassendes Persönlichkeitsmerkmal durchaus als gestützt angesehen werden kann.
Schlagworte: Extraversion, Aktivierung, Triazolam, Coffein
Laufzeit: 1994-1999
Dissertationen