| Forschungsbericht 1997 - 1999 | ||
| Forschungsbericht Fachbereich 03 | Fachbereich 03: Erziehungswissenschaften |
Prof. Dr. R. Baltissen, PD Dr. Schnitzler (Neurologische Klinik der Universität Düsseldorf), cand.-psych. K. Haucke, cand.-psych. R. Stürmer, Dipl.-Psych. A. Schwerdtfeger
Der Reizintensitätsmodulationstheorie nach Petrie zufolge sind interindividuelle Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung auf einen zentralen Mechanismus, der Reizintensitäten abschwächt (Reducing) bzw. verstärkt (Augmenting), zurückzuführen. In dieser Studie wird Schmerz über Hitze (Wärmetoleranz), Druck (Periost-Druckschmerz) und Kälte (Eiswasser-Test) induziert und die Toleranz in zwei Persönlichkeitsgruppen von Augmentern und Reducern selegiert anhand eines Fragebogens untersucht. Simultan wird dabei die zentrale (EEG) und peripher-physiologische (EDA, EKG) Aktivität erfaßt. Es wird erwartet, dass Reducer unter allen Schmerzbedingungen eine höhere Schmerztoleranz aufweisen (Schmerz länger aushalten) und subjektiv weniger Schmerz erleben. Darüber hinaus werden Geschlechtsunterschiede in der Schmerzwahrnehmung untersucht. Von den insgesamt
N = 48 Personen wird jeweils N = 6 männlichen Probanden in der Neurologischen Universitätsklinik Düsseldorf Hitzeschmerz per Laser induziert und mittels eines 122 Kanal MEG die Schmerzprojektion in den primären und sekundären sensorischen Rindenfeldern
(SI und SII) untersucht. Es wird erwartet, dass mit Hilfe der MEG-Technik und sogenannter Dipolanalysen Indikatoren für den postulierten zentralen Reizinhibitionsmechanismus identifiziert werden können.
Schlagworte: Schmerzwahrnehmung, Magnetencephalografie, Hitze,- Druck- und Kälteschmerz, peripher-physiologische und zentrale Reaktivität, Augmenting-Reducing
Laufzeit: 1999-2002