Forschungsbericht 1997 - 1999

Register Suchen Impressum ©

Forschungsbericht  Fachbereich 03 Fachbereich 03: Erziehungswissenschaften

Mentale Chronometrie: Unterschiede in der Informationsverarbeitung zwischen Augmentern und Reducern

Prof. Dr. R. Baltissen, Dipl.-Psych. S. Getzmann, Dipl.-Psych. A. Schwerdtfeger

Augmenter gelten als Personen, die einkommende Reize verstärken, Reducer als Personen, die die wahrgenommene Intensität von Reizen abschwächen. Diese Wahrnehmungs-unterschiede werden auf einen zentralen Reizintensitätsmodulations-Mechanismus zurückgeführt. Neben diesen Unterschieden in der Wahrnehmung bestehen auch Unterschiede zwischen diesen Gruppen in der Reaktionszeit. Reducer reagieren in einer einfachen Reaktionszeitaufgabe etwa 100 ms schneller als Augmenter. Ziel dieses Projektes ist es, die Unterschiede im Informationsverarbeitungsprozeß mittels Methoden der mentalen Chronometrie aufzuklären. Dazu wurden einfache und komplexe Reaktionszeitaufgaben vorgegeben und Reaktionszeiten, Fehler, EMG, EOG, EEG (P300) und das lateralisierte Bereitschaftspotential (LRP) als abhängige Variable gemessen. Die relativ neue LRP- Technologie erlaubt es, die Frage zu beantworten, in welchem Stadium der Reizverarbeitung, d.h. der Reizevaluation, der Entscheidungsfindung oder der Reaktionsausführung Unterschiede zwischen Augmentern und Reducern auftreten. Erste Ergebnisse weisen auf eine schnellere motorische Ausführung der Reaktion in der Gruppe der Reducer hin.

Schlagworte: Augmenting-Reducing, Informationsverarbeitung, lateralisiertes Bereitschaftspotential, mentale Chronometrie

Laufzeit: 1998-2001

Diplomarbeiten:

Getzmann, S. (1998). Unterschiede zwischen Augmentern und Reducern in psychophysiologischen Indikatoren der Informationsverarbeitung.

Forschungs-Footer

Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4