Deuteronomium, deuteronomistische Sprache, Wirkung des
Deuteronomiums
Prof. Dr. Siegfried Kreuzer
Das Buch Deuteronomium ist eine zentrale Schrift des Alten Testaments. Es verbindet
erstmals die rechtlichen und ethischen Traditionen Israels mit den prophetischen und
weisheitlichen Überlieferungen. Es wurde so zu einem entscheidenden Faktor der
Auseinandersetzung Israels mit der dominierenden assyrischen und babylonischen Kultur und
hatte andererseits eine enorme Wirkungsgeschichte auf weite Teile des Alten Testaments und
in der jüdischen und christlichen Theologie.
Schlagworte: Deuteronomium; Dekalog; Gebote, Ethik,
Exodustradition; Hermeneutik;
Publikationen:
- Die Exodustradition im Deuteronomium. - Vortrag auf dem gemeinsamen Kongreß der
Fachgruppe Rechtsgeschichte der Gesellschaft für Wissenschaftliche Theologie und der
finnischen exegetischen Gesellschaft in Helsinki Oktober 1996; erschienen in: Das
Deuteronomium und seine Querbeziehungen, Hg. Timo Veijola, Schriften der finnischen
exegetischen Gesellschaft, 62, 1996, 81-106.
- Die Mächtigkeitsformel im Deuteronomium. Gestaltung, Vorgeschichte und Entwicklung,
Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, 109 (1997), 188-207.
- Die Verwendung der Mächtigkeitsformel außerhalb des Deuteronomiums. Literarische und
theologische Linien zu Jeremia, Ezechiel, deuteronomistischem Geschichtswerk und zur
Priesterschrift, Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft, 109 (1997), 369-384.
- Die Sache auf das Wort gebracht. Sprache und Wirkung des Buches Deuteronomium von
der joschijanischen Reform bis zu den Reformatoren. In: Albrecht Grözinger / Johannes von
Lüpke (Hg.) Am Anfang war das Wort. Veröffentlichungen der Kirchlichen Hochschule
Wuppertal NF 1, Neukirchen - Wuppertal 1998, 56-80.
- Summa totius legis et sapientiae populi Israel...
Die Deuteronomium-Vorlesung
Luthers in ihrer Bedeutung für sein Dekalogverständnis und seine Katechismen. In:
Kerygma und Dogma, 2000, Heft 4; im Druck)