| Forschungsbericht 1997 - 1999 | ||
| Forschungsbericht Fachbereich 14 | Fachbereich 14: Sicherheitstechnik |
Wirbelsäulenerkrankungen im Pflegeberuf
Prof. Dr. rer. nat Dr. med. F. Hofmann, Dr. rer. sec. Dipl.-Soz. M. Michaelis (Freiburg), Dr. rer.sec. M.A. M. Nübling, Dr. paed. U.Stößel (Freiburg)
Wirbelsäulenerkrankungen im Pflegeberuf gehören zu den wichtigsten beruflichen Beanspruchungsreaktionen in diesem Sektor des Arbeitslebens. Im Rahmen einer Querschnittsstudie, die in der ersten Hälfte der 90er Jahre stattfand, wurde je nach Alter und Berufsalter ein relatives Risiko für bandscheibenbedingte Erkrankungen (im Vergleich zur nichtbelasteten Bevölkerung in Büroberufen) von 3,5 bis 6,5 ermittelt. In der vorliegenden Untersuchung geht es um die längstschnittliche Beobachtung von n=500 Auszubildenden in der Krankenpflege. Diese Studie, in deren Rahmen die Probanden einer orthopädischen Eingangsuntersuchung unterzogen wurden, stützt sich auf einen validierten Fragebogen als Erhebungsinstrument. Die Befragungen finden einmal jährlich statt, wobei die Teilnehmer derzeit im neunten Studienjahr beobachtet werden. Einer kontinuierlichen Zunahme von Wirbelsäulenbeschwerden und erkrankungen steht hier auch die Erkenntnis gegenüber, daß Probanden mit orthopädische Vorschäden wenn die ergonomischen Voraussetzungen gegeben sind, offensichtlich eine so gute Anpassungsreaktion zeigen, daß die Beschwerdehäufigkeit bei diesem Personenkreis nicht stärker ansteigt als bei orthopädisch unauffälligen Probanden.
Schlagworte: Pflegeberufe, Lendenwirbelsäulenbeschwerden und erkrankungen, Orthopädische Untersuchungen
Laufzeit: 07-1990 bis 03-2002
Drittmittelgeber: Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege
Publikationen: