Entwicklung und Erprobung eines Sprintkraft-Trainingsgerätes

Prof. Dr. Klaus Wiemann, Prof. Dr. Günter Tidow (Humboldt-Universität Berlin)

Vorausgegangene Projekte haben ergeben, daß in der Schwungphase und der Stützphase des Schrittzyklus beim vollen Sprintlauf die Gesäßmuskulatur und Adduktoren (während der Schwungphase) und besonders die ischio-cruralen Muskeln (während der Schwungphase und der Stützphase) supramaximale Aktivitätsgrade erreichen.

Demzufolge sollte ein Krafttraining, das auf dem Prinzip der Wirkungsspezifität aufbaut, diese Muskeln in sprintlaufspezifischer Koordination beanspruchen. Im Laufe desProjektes wurde ein Sprintkrafttrainingsgerät entwickelt, das es erlaubt, sowohl die Knie- und Hüftstreckmuskeln sowie die Hüftbeugemuskeln simultan in sprintlaufspezifischer Körperhaltung und Bein-Scherbewegung unter Einsatz PC-gestützter Simultaninformation zu trainieren. Weiterhin wurde die Wirksamkeit des Trainings am Sprintkrafttrainingsgerät auf die Sprintleistung experimentell überprüft. Die Trainingsstudie (2x pro Woche; 4 Wochen Querschnittstraining, 4 Wochen Training der neuronalen Aktivierung, 4 Wochen Schnellkrafttraining) ergab auf einer Sprintstrecke von 30m eine signifikante Verbesserung von 1/10s.

Schlagworte: Krafttraining, Sportgerätentwicklung, Sprintleistung

Drittmittelgeber: Bundesinstitut für Sportwissenschaft Köln

Laufzeit: Januar 1994 bis Dezember 1994

Publikationen:


zurück zur Übersicht Fachbereich 3

Forschungs-Footer

Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4