Prof. Dr. W. Boucsein, Dr. F. Schaefer Dr. A. Grass (Wuppertal), Prof. Dr. K. Scheuch, Dr. R. Seibt(Dresden)
In einem Kooperationsprojekt mit dem Fach Arbeitsmedizin der TU Dresden (Prof. Dr. Scheuch) werden Untersuchungen zum Zusammenhang zwischen Streß und Bluthochdruck durchgeführt (Az. der DFG: Bo 554/9-1). Atypische Reaktionen physiologischer Funktionssysteme infolge belastender Arbeitsbedingungen werden als eine wesentliche Determinante für die Entstehung psychosomatischer Herz-Kreislauf-Störungen angesehen. Eine überhöhte Auslenkung psychophysiologischer Variablen und/oder eine verminderte bzw. verzögerte Rückstellung auf das Ausgangsniveau können dabei sowohl durch die Art der Tätigkeitsanforderungen bedingt sein, als auch unter dem Einfluß individueller Bewältigungsstile und somatischer Voraussetzungen stehen. Untersucht wird, ob Belastungsfaktoren wie Zeitdruck und eingeschränkter Handlungsspielraum in Verbindung mit relevanten Bewältigungsstilen wie Zeitdruckempfinden und Kontrollambitionen einen Vorhersagewert für die Dynamik der psychophysiologischen Beanspruchungsreaktion besitzen. Bei Personen, die bereits eine psychosomatische Störung der Blutdruckregulation entwickelt haben, sollten unter spezifischen tätigkeitsnahen Belastungsformen eine verminderte oder verzögerte Rückstellung psychophysiologischer Funktionen in der Nachbelastungsphase auftreten.
Schlagworte: Bluthochdruck, Streß, Nachbelastungsphase
Laufzeit: 1992 - 1995
Drittmittelgeber: DFG