Psychophysiologische Belastung durch Multitasking

Prof. Dr. W. Boucsein, Dr. F. Schaefer, Dipl.-Psych. B.Figge (Wuppertal), Prof. Dr. H. Luczak, Dr. J. Springer Dr.M. Göbel (Aachen)

In einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Forschungsinstitut für Rationalisierung an der RWTH-Aachen (Prof. Dr. H. Luczak) werden die bei Multi-Tasking-fähigen Rechnersystemen auftretenden spezifischen Beanspruchungen untersucht (Az. DFG: Bo 554/15-1). Die unvermeidbaren Systemlaufzeiten bei der parallellen Weietrverarbeitung sowie die Koordination der verschiedenen Prozesse bringen neuartige Formen der Belastungen und Beanspruchungen mit sich: bei der Aufgabensteuerung auf einem Multi-Tasking-fähigen System, dem sogenannten "Scheduling", wird neben der Bewältigung der Hauptaufgabe die zeitlich optimierte Delegation von Teilaufgaben an das System erforderlich. Durch die Darbietung geeigneter Prozeßindikatoren, die den aktuellen Status der verschiedenen Prozesse wiedergeben und die Antizipation des zukünftigen Systemzustandes erleichtern, soll dem Benutzer die Anwendung einer effektiven Arbeitsstrategie ermöglicht werden. Ziel ist es, beanspruchungsrelevante Merkmale dieser Indikatoren und der sich ergebenden zeitlichen Strukturen der Mensch-Rechner-Interaktion mit Hilfe definierter Kriterien für die Veränderung von physiologischen, subjektiven und Leistungsvariablen zu ermitteln. Als Modell wird eine simulierte CAD-Aufgabe verwendet, die neben Konstruktionsaufgaben Berechnungslogarithmen und Datenbankabfragen beinhaltet. Aus diesen Analysen sollen Empfehlungen für eine ergonomisch günstige Gestaltung von Prozeanzeigen abgeleitet werden.

Schlagworte: Human-Computer-Interaktion, psychologische Belastung und Beanspruchung, Multitasking

Laufzeit: seit 1995

Drittmittelgeber: DFG


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Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4