Evaluation einer psychoedukativen Gruppenarbeit mit schizophrenen und schizoaffetiven Patienten

PD Dr. R. Baltissen, cand.-psych. S. Klucken

In dieser Studie werden die Wirkungen einer psychoedukativen Gruppenarbeit auf das Sebstkonzept, die Ausprägung von Angst und Unsicherheit, das Verstehen des Krankheitsgeschehens sowie die Krankheitsbewältigung bei schizophrenen Patienten untersucht. Unetr Anleitung von zwei Moderatoren (Ärzten) werden im Rahmen des sogenannten Pegasus-Konzeptes in 14 einstündigen, wöchentlich stattfindenden Sitzungen drei Themenbereiche erarbeitet. Diese beinhalten die Vermittlung eines Krankheitskonzepts, Vermittlung von Wissen über die pharmakologische Behandlung sowie Möglichkeiten der Rückfallvorbeugung und Krisenbewältigung. Ziel dieses Konzeptes ist, das krankheitsbezogene Wissen der Patienten zu erweitern und dysfunktionale Krankheitskonzepte zu verändern. Die Effekte der psychoedukativen Gruppenarbeit werden mit Hilfe einer Krankheitskonzeptskala, eines Krankheitsverarbeitungsfragebogens sowie einer Befindlichkeitsskala für schizophrene Patienten undeiner Fremdbeurteilung zu drei Meßzeitpunkten vor, während und nach Abschluß des Programms evaluiert und mit den Ergebnissen einer Warte-Kontrollgruppe verglichen. Neben einem erweiterten Wissen über die Krankheit wird auch eine Veränderung der individuellen Situation der Teilnehmer in Form einer Verbesserung der Krankheitsverarbeitung und -bewältigung sowie einer Befindlichkeitsverbesserung mit reduzierter Rückfallhäufigkeit erwartet.

Schlagworte: Pegasus-Konzept, Schizophrenie, Krankheitsbewältigung

Laufzeit: 1996- 1997


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Redaktion: Bernhard Block, Dez 2.4