PD Dr. R.Baltissen, Dipl.-Psych. M. Wilhelmi, cand.-psych. M. Reinhard, cand.-psych. O. Tomaszewski
Im Rahmen dieses Projektes soll der Uhr-Zeichnen-Test (Clock-drawing-test, CDT) als Früherkkennungsverfahren zur Diagnose von Demenz und Hirnleistungsstörungen auf seine testdiagnostischen Gütekriterien hin überprüft und zum routinemäßigen Einsatz in der allgemeinärztlichen Praxis weiterentwickelt werden. Der CDT verlangt von der Testperson das Zeichnen einer Uhr in einen vorgegebenen Kreis und das Einstellen der Uhrzeit auf 10 Minuten nach 11Uhr. Demente Patienten sind dazu nicht mehr in der Lage. In verschiedenen Studien werden die Reliabilität und die Validität des CDT, seine Sensitivität und Spezifität sowie die differential-diagnostischen Eigenschaften untersucht. Validität und Reliabilität werden in Untersuchungen an Gruppen von dementen Patienten, Multi-Infarktpatienten, Patienten mit Apoplex sowie Parkinsonpatienten und Kontrollpersonen mit Hilfe verschiedener psychologischer Testverfahren zur Erfassung von Gedächtnis, verbaler Intelligenz, Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, Konzentration und Reaktionszeit bestimmt. Differentialdiagnostisch ist die Trennung zwischen Depression (Pseudodemenz) und Demenz von entscheidender Bedeutung. Hierzu werden depressiven und dementen Patienten sowie Kontrollpersonen neben dem CDT weitere Demenz- und Depressionstests vorgegeben, die diskriminanzanalytisch ausgewertet werden. Abschließend wird ein qualitatives sowie quantitatives Auswerteverfahren entwickelt, das einen routinemäßigen Einsatz des CDT in der allgemeinärztlichen Praxis ermöglicht.
Schlagworte: Demenz, Screeningverfahren, Clock-Drawing-Test
Laufzeit: 1994-1997
Publikationen
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